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Freitag, 27. November 2020

Die Zollverwaltung veröffentlicht Anpassungen zum Brexit

Mit der Veröffentlichung der ATLAS-Info 0092/20 hat die deutsche Zollverwaltung ihre Informationen zum Brexit aktualisiert und die Anwendung der neuen zusätzlichen Ländercodes „XU“ und „XI“ klargestellt.

ATLAS-Info 0092/20

 

Angekündigtes Wartungsfenster

Keine Überraschung ist die Ankündigung eines für Dienstag, 29. Dezember 2020 von 16:00 Uhr bis voraussichtlich 21:00 Uhr (MEZ) geplanten Wartungsfensters. In dieser Zeit wird der Nachrichtenaustausch mit der deutschen Zollverwaltung nicht möglich sein.

Da das Wartungsfenster auf einen Wochentag und in eine übliche Arbeitszeit fällt, prüfen Sie, ob zeitliche Verschiebungen von Abfertigungsvorgängen erforderlich sind.

 

Ländercodes für Ausfuhren nach Großbritannien

Für Einfuhren aus und Ausfuhren nach Großbritannien gelten ab dem 1. Januar 2021 drittländische Regeln. Davon sind auch die britischen Kanalinseln und die britischen Überseegebiete betroffen.

Zur Unterscheidung werden für Nordirland der zusätzliche Ländercode „XI“ (Vereinigtes Königreich (Nordirland)) sowie der zusätzliche Ländercode „XU“ (Vereinigtes Königreich (ohne Nordirland)) eingeführt.

Der Ländercode „GB“ (Vereinigtes Königreich) bleibt erhalten.

Bitte beachten Sie: Der Ländercode „XU“ (Vereinigtes Königreich (ohne Nordirland)) wird in Zollanmeldungen nicht verwendet. Damit hat die deutsche Zollverwaltung anderslautende Veröffentlichungen revidiert und bisherige eigene Aussagen bestätigt, wonach der Brexit in der Zollabwicklung nur über geänderte Codierungen abgebildet werden soll.

Nach bisheriger Prüfung sind die neuen Ländercodes bereits in diversen Code-/Länderlisten für ATLAS und AES mit einem Gültigkeitsdatum 01.01.2021 aufgenommen worden und stehen somit nach dem Jahreswechsel rechtzeitig zur Verfügung. Nach derzeitigem Prüfstand kann AEB noch nicht ausschließen, dass für diese Änderungen weitere Servicepakete im Dezember 2020 bereitgestellt werden müssen. Sofern Sie Ihre AEB-Anwendung in einem eigenen Rechenzentrum betreiben, planen Sie bitte das Installieren von weiteren Servicepaketen im Dezember ein. Wir informieren dazu auf diesen Seiten.

 

Weitere wichtige Punkte der ATLAS-Teilnehmerinformation 0092/20:

  • Im Vereinigten Königreich (GB) erteilte EORI-Nummern werden am 1. Januar 2021 beendet.
    Wirtschaftsbeteiligte mit Sitz im Vereinigten Königreich (ohne Nordirland), die weiterhin eine EORI-Nummer benötigen, können sich bereits in einem Mitgliedstaat ihrer Wahl eine neue beantragen. In Nordirland ansässige Wirtschaftsbeteiligte beantragen eine EORI-Nummer in Nordirland.
  • Bewilligungen und Aufschubkonten britischer Wirtschaftsbeteiligter sind mit Beendigung einer EORI-Nummer ab dem 1. Januar 2021 nicht mehr nutzbar.
  • Auch nach aktueller Einschätzung wird davon auszugehen sein, dass ab dem kommenden Jahreswechsel für eingehende Sendungen aus dem Vereinigten Königreich (ohne Nordirland) Summarische Eingangsmeldungen (ESumA) in der EU oder Nordirland abzugeben sind.
  • Vorzeitige Summarische Anmeldungen, die beendete EORI-Nummern enthalten, können nicht mehr bestätigt werden. Sie müssen bei Bedarf neu übermittelt werden.
  • Beendete EORI-Nummern machen auch bei Zollanmeldungen vor Gestellung und Zollanmeldungen nach Gestellung, die noch nicht angenommen wurden, eine neue Übermittlung der Zollanmeldung erforderlich.
  • Mit dem Ende der Übergangsphase am 1. Januar 2021 wird der Beitritt des Vereinigten Königreichs zum Übereinkommen über ein gemeinsames Versandverfahren wirksam.
    Ab diesem Zeitpunkt sind bei Warenbewegungen mit Bestimmung „GB“ Ausfuhranmeldungen abzugeben. Als Art der Anmeldung (Ausfuhr) ist „EU“ anzugeben.
  • Ausgangszollstellen des Vereinigten Königreichs beenden Ausfuhrvorgänge nur noch bis zum 31. Dezember 2020. Danach ist eine Erledigung nur noch per Alternativnachweis möglich.
    Eine Aktualisierung der Liste der Ausgangszollstellen, die dann auch neue Ausgangszollstellen in „XI“ (Vereinigtes Königreich (Nordirland)) enthalten wird, soll zum 1. Januar 2021 bereitgestellt werden.

 

AEB beobachtet die Situation weiterhin laufend und bewertet die Informationen des Zolls im Hinblick auf Ihre Anwendungen.

Sollten sich kurzfristig Änderungen zu den bisherigen Umstellungsmaßnahmen ergeben, informiert AEB Sie dazu zeitnah.


Zollverwaltung:

Mit dem Brexit-Bot existiert seit dem 22.12.2020 ein neues Informationsangebot der deutschen Zollverwaltung.

 
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